Dinge zu tun

Die römische Kathedrale

    Adresse:Katedralnaplatz Nr. 1
  • ist ein erhabenes Baudenkmal aus dem 14.-18. Jahrhundert, in dem die Besonderheiten der Architektur der vergangenen Epochen harmonisch vereint sind: Gotik, Renaissance und Barock.

    Die Kathedrale war das wichtigste Gebäude der mittelalterlichen Stadt und daher wurde für ihren Bau weder Geld noch Zeit gespart. Die Bauzeit der Lviver Kathedrale war wesentlich länger, als ein Menschenleben und daher hat kein Baumeister die Früchte seiner Arbeit in vollendeter Form mehr erlebt. Im Jahr 1360 wurde der Bau des wichtigsten Gotteshauses der Stadt begonnen, der ursprünglich zwei majestätische Türme haben sollte. Einer der beiden Türme wurde schon gegen Ende des 14. Jahrhunderts errichtet, der andere wurde bis heute nicht fertiggestellt. 

    Die Lviver Kathedrale ist ihren Weg von der Gotik durch die Renaissance und den Barock und von dort bis zu Elementen des Klassizismus und des Sezession gegangen. Aber sonderbarerweise empfindet man dort keine Eklektizismus: Die verschiedenen Stile der verschiedenen Jahrhunderte schreien nicht, beißen sich nicht und widersprechen sich nicht gegenseitig. Der Strom der Zeit hat die Architekturschichten der Epochen harmonisch aufeinander abgestimmt und sie zu einem majestätischen, vollkommenen Ganzen gemacht. 

    Von der Gotik hat des 14./15. Jahrhunderts hat die Lviver Kathedrale längliche Spitzbögen, Gewölbe und Fenster geerbt, die mit modernen Glasbildern vom Anfang des 20. Jahrhunderts gefüllt sind. Die Renaissancekapelle der Kampianer vom Anfang des 17. Jahrhunderts ist mit einer fantastischen Steinschnitzerei zu Themen des Evangeliums verziert. Die barocke Vollendung des Gotteshauses brachten Restaurationsarbeiten, die in den Jahren 1760-1778 durchgeführt wurden.

    An der östlichen Kirchenwand an der Seite der Halytska-Straße entdeckt man eine Ikonendarstellung mit einer Inschrift. Diese Inschrift berichtet uns von einer tragischen und rührenden Geschichte, die sich vor über vierhundert Jahren in Lviv zugetragen haben soll. Im Jahr 1598 stark die 9-jährige Katrusja, die Tochter des Bürgers Wojzech Domahalytsch, an einer unheilbaren Krankheit. Der Großvater des Mädchens, ein bekannter Lviver Landmesser, Joseph Wolfowytsch, war vom Kummer überwältigt und malte die Gestalt der Gütigen Gottesmutter, die er an der Kathedralenwand anbrachte. Diese Darstellung ist eine Kopie des Originals.

    Auf derselben Ostwand sehen wir einen eingebauten Grabstein der Lviver Kaufmannsfamilie Scholz-Wolfowytsch aus dem 15. Jahrhundert. Er ist ein Überbleibsel von dem Ende des 18. Jahrhunderts aufgelösten Friedhof, der die Kathedrale umgab. Auf der Südwand kann man eine Skulpturenkomposition des Christusgrabs aus dem 16. Jahrhunderts finden.

    Die Bälle, die auf der östlichen Seite an den Wänden der Kathedrale hängen erinnern an die schlimmste türkische Belagerung Lvivs im Jahr 1672. Der Ball, der auf der Seite hängt, an der die Straßenbahnschienen vorbeigehen, erinnert uns mit einer Inschrift an diese Begebenheit: Ex obsidione turcica, das heißt aus der türkischen Besatzung, im Jahre des Herrn 1672, am Tag 28 des März.

    Die Granate, die sich weiter oben an der Kirchenwand befindet, trägt die Inschrift „Ex obsidione ruthenorum“ (aus der ukrainischen Belagerung am 5. März 1919) und erinnert an den ukrainisch-polnischen Krieg der Jahre 1918-1919. 

    In der Kathedrale kann man Gottesdienste nach römischer Tradition besuchen. 

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