Dinge zu tun

Architektonische Perlen des österreichischen Lvivs

  • Das Gebäude Nr. 1/3 an der Ecke zwischen Svobody-Prospekt und Kopernika-Straße ist als das Hausner-Haus bekannt und stellt das schönste Empire-Steingebäude der Stadt dar. Es wurde 1809-1822 errichtet. In den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts wohnte hier der österreichische Erzherzog Karl Ludwig. Die Fassade des Steingebäudes ist mit zahlreichen Reliefs und Sagenthemen geschmückt, insbesondere mit den Kompositionen des Lviver Bildhauers Hartman Witwer „Amor und Psyche“ und „Paris stiehlt Elena“.

    Das Museum für Ethnographie und Kunsthandwerk im Svobody-Prospekt Nr. 15 wurde im Jahr 1891 nach dem Entwurf von Julian Sacharewytsch (pol.: Zachariewicz) für die galizische Sparkasse gebaut. Die Fassade des majestätischen romantischen Bauwerks ist mit einem Eckstein aus gebrochenem Stein sowie mit polychrome Ziegel und geschmiedetem Metall geschmückt. Nach oben hin schließt das Gebäude mit einer Kuppel mit der Skulpturgruppe „Sparsamkeit“ von Leonardo Markoni ab, deren zentrale Figur an die amerikanische Freiheitsstatue erinnert. Eben diese Lviver Skulptur war auch die Inspiration für die Schaffung der Skulptur im Jahr 1884, die später Frankreich den Bürgern New Yorks geschenkt hat.

    Das bemerkenswerteste Gebäude der Kopernika-Str. (Nr. 15) ist der ehemalige Palast der Graphen Potozki. Hinter einem Zaun mit einem metallenen Schmucktor sehen wir ein majestätisches und gleichzeitig fein gearbeitetes Gebäude, das 1890 vom Lviver Architekten Julian Zybulskyj entworfen wurde im Stil der französischen Renaissance. Der imposante Palast ist mit Reliefen, Stukkaturen, Wandmalereien und Verglasungen geschmückt. 

    Das Haus Nr. 11 in der Valova-Str. wurde 1910 nach einem Entwurf des Architekten A. Schlejen im Stil der Neugotik errichtet. Interessant sind die stilisierten Spitzbogenfenster. Die mittelalterlichen Ritter auf dem Balkon des zweiten Stocks halten Schilde mit den heraldischen Symbolen der Länder West- und Ostgalizien, Wolyn und dem Wappen Lvivs.

    Das Haus in der Knyazya Romana-Str. 6, das im Geiste des deutschen Jugendstils in den Jahren 1912-1914 in dunklem Stein gehalten errichtet wurde, zieht aufgrund seiner ungewohnten Stilisierung in der Art des Mittelalters sofort die Aufmerksamkeit auf sich. Figuren trauriger Atlanten-Ritter und Basreliefe furchterregender Löwen lassen die Stimmung einer vergangenen rauen Epoche spüren, obwohl das Gebäude gleichzeitig Züge der Erlesenheit der Sezession-Architektur von Anfang des 20. Jahrhunderts aufweist.

  • Einrichtung an der Stadtplan

    Ansicht auf maps.google.com
      zu sehen 0 Meinungen von 0
      Ihre Beurteilung der Einrichtung
    • Alle Einrichtungen