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Der Dominikaner Dom

    Adresse:Museynaplatz Nr. 1
  • heute die griechisch-katholische Kirche der Heiligen Eucharistie (Museynaplatz Nr. 1) ist eine großartige architektonische Sehenswürdigkeit des späten Barock mit einer original bildhauerischen Ausgestaltung.

    Das Dominikanerkloster wurden an dieser Stelle schon im 13. Jahrhundert gegründet – auf die Bitte der Frau des ukrainischen Fürsten Lew Danylowytsch, der ungarischen Prinzessin Konstanze, hin, die Katholikin war und sich in der Fremde nach ihrem Glauben sehnte. Vom 15. bis Mitte des 18. Jahrhunderts stand hier eine Kirche, die im gotischen Stil gebaut war.

    In dieser Kirche und auf dem Vorplatz spielte sich im Jahr 1559 ein echter Brautkrieg ab, bei dem Artillerie und alle Feinheiten der Kriegsstrategie Verwendung fanden. Der Magnat Lukasch Gurka wollte die Herausgabe seiner – wie er meinte – rechtmäßigen Frau aus dem Kloster erzwingen – der reichsten Erbin der Rzeczpospolita, Halschka Ostroska, die sich hinter den Mauern des Dominikanerklosters versteckt hielt. Während des bewaffneten Streits setzte der gesamte Handel in Lviv für mehrere Wochen aus und der entnervte König befahl, den Krieg zu beenden. Es wurde die Wasserleitung durchgeschnitten, die zum Kloster führte, und damit endete die Besetzung: Halschka wurde Lukasch ausgehändigt.

    Aufgrund ihres baufälligen Zustands wurde die gotische Dominikanerkirche 1748 abgerissen. Das neue Gotteshaus, das an die Heilige Karlskirche in Wien erinnert, wurde in den Jahren 1748-1764 nach dem Entwurf eines Kriegsingenieurs, des Artilleriegenerals Jan de Witt im spätbarocken Stil gebaut. Zu der Zeit gab es die gute Tradition, von einem vorherigen zerstörten Gebäude alles Wertvolle zu bewahren, was nur möglich war. Bis zu unserer Zeit kann man im südlichen Teil der Kirche einen Alabaster-Grabstein aus dem 16. Jahrhunderts betrachten – ein Erinnerungsstück von der ehemaligen gotischen Kirche, die schon vor 260 Jahren verschwunden ist.

    Im Inneren des Gotteshauses befindet sich eine Reihe von Grabsteinen, von denen der wertvollste der Grabstein der Gräfin Dunin-Borkowska ist, das Werk des weltbekannten dänischen Bildhauers Bertel Thorvaldsen (1816). Die Lviver Künstlerschule wird vom Denkmal des Bildhauers Schimser für den galizischen Statthalter Hauer repräsentiert (1824). 1880 wurde hier ein Denkmal für den berühmten polnischen Künstler Artur Grottger aufgestellt, das Werk des Bildhauers Hadomskyj.

    Zu Sowjetzeiten wurde die Kirche des Göttlichen Körpers geschlossen und dort, wie in vielen anderen Lviver Kirchen, eine Lagerstätte eingerichtet; 1970 wurde ein Museum für Religion und Atheismus eröffnet und im Kircheninneren unter der Kuppel ein foucaultsches Pendel aufgehängt, das mit seiner Neigung den Drehprozess der Erde bestätigte. Im Museum befand sich ein Kinolektorium, in dem Vorträge zu atheistischen Themen gehalten und atheistische populärwissenschaftliche Filme gezeigt wurden. 

    In den 90er Jahren wurde der Dominikaner Dom zu einer griechisch-katholischen Kirche der Heiligen Eucharistie, die bei der intelligenten und nationalbewussten Jugend Lvivs besonders beliebt war.

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